Die Idee zum EagleEye-Marktscanner entstand eigentlich ganz zufällig. Ursprünglich wollte ich nur meinen Kindern zeigen, wie Trading wirklich funktioniert – ohne Mythen, ohne Hype und ohne unnötige Komplexität.
Ein paar verständliche Beispiele, einige kleine Übungen und ein Einblick in meinen eigenen Handelsalltag – mehr sollte es zunächst gar nicht sein.
Doch bereits nach den ersten Gesprächen wurde mir klar: Wenn ich wirklich vermitteln wollte, wie professionelle Handelsentscheidungen entstehen, reichten oberflächliche Erklärungen nicht aus. Erfolgreiches Trading besteht nicht nur darin, einen Chart anzusehen und auf steigende oder fallende Kurse zu setzen. Es geht darum, unterschiedliche Informationen sinnvoll miteinander zu verbinden, geeignete Märkte zu finden und Chancen nach klaren Regeln zu bewerten.
Genau an diesem Punkt entstand die erste Idee für den Marktscanner.
Ich wollte ein Werkzeug entwickeln, das die tägliche Marktvorbereitung übersichtlicher und strukturierter macht. Ein System, das mir nicht die Entscheidung abnimmt, sondern aus der Vielzahl der verfügbaren Märkte diejenigen herausfiltert, bei denen mehrere interessante Faktoren gleichzeitig zusammenkommen.
Zunächst war es nur eine einfache Arbeitshilfe für meinen persönlichen Gebrauch. Sie sollte mir zeigen, wo sich ein genauerer Blick lohnen könnte. Doch schon bald merkte ich, dass eine wirklich aussagekräftige Vorauswahl wesentlich mehr erforderte.
Also setzte ich mich Abend für Abend hin und begann, meine eigenen Handelsregeln und Erfahrungen in ein strukturiertes System zu übertragen.
Welche Märkte zeigen eine klare Bewegungsrichtung? Wo nähert sich der Kurs einem wichtigen Hoch oder Tief? In welchen Märkten ist die Bewegung bereits zu weit gelaufen? Wo entsteht ein mögliches Reversal? Wie groß ist die aktuelle Schwankungsbreite? Stimmen technische Situation, COT-Daten und saisonale Tendenzen miteinander überein – oder widersprechen sie sich?
Aus diesen Fragen entstanden nach und nach feste Kriterien, Filter und Bewertungsmodelle.
Der Scanner wurde immer umfangreicher. Reversal-Bereiche, ATR-Auswertungen, Trendstrukturen, wichtige Kurslevel, technische Indikatoren, COT-Daten und saisonale Entwicklungen wurden miteinander verknüpft. Hinzu kamen unterschiedliche Zeitebenen und ein Punktesystem, mit dem interessante Marktsituationen nachvollziehbar eingeordnet werden können.
Was zunächst nur eine kleine persönliche Arbeitshilfe sein sollte, entwickelte sich Stück für Stück zu einem umfassenden Werkzeug für die tägliche Marktanalyse.
Im Grunde übertrug ich damit meinen persönlichen Werkzeugkasten und mein über Jahre entstandenes Regelwerk in eine Software. Viele Überlegungen, die zuvor nur in meinem Kopf, in Tabellen oder in handschriftlichen Notizen existierten, wurden plötzlich sichtbar, messbar und wiederholbar.
Während der Schulungen zeigte sich schnell, wie hilfreich diese strukturierte Vorgehensweise auch für andere Trader sein kann. Gerade am Anfang fällt es vielen schwer, aus der großen Zahl handelbarer Märkte die wirklich interessanten Situationen herauszufiltern. Häufig werden zu viele Charts gleichzeitig beobachtet oder Entscheidungen aufgrund einzelner Signale getroffen.
Der EagleEye-Marktscanner soll genau hier unterstützen.
Er durchsucht die Märkte nach vorher festgelegten Kriterien, ordnet die Ergebnisse und lenkt den Blick auf diejenigen Situationen, die eine genauere Analyse verdienen. Er liefert keine fertigen Trades und ersetzt weder Erfahrung noch eine eigene Handelsentscheidung. Er schafft jedoch eine strukturierte Grundlage, auf der Entscheidungen ruhiger, nachvollziehbarer und konsequenter getroffen werden können.
Freunde und Teilnehmer meiner kleinen Lerngruppe fragten irgendwann, ob sie den Scanner ebenfalls nutzen dürften. So wurde aus meinem persönlichen Analysewerkzeug nach und nach eine Anwendung, die auch anderen Tradern zur Verfügung steht.
Weder der Scanner noch die Schulungsunterlagen waren ursprünglich als kommerzielles Produkt geplant. Sie entstanden aus meinem eigenen Trading, aus dem Wunsch, Zusammenhänge verständlich zu vermitteln, und aus der praktischen Frage, wie man eine große Zahl von Märkten effizient und nach festen Regeln beobachten kann.
Auch heute ist mir wichtig, dass der Scanner nicht als vermeintliche Abkürzung zum schnellen Erfolg verstanden wird. Er ist kein Signalsystem, das dem Nutzer das Denken abnimmt. Er ist ein professionelles Analysewerkzeug für Trader, die strukturiert arbeiten, ihre Entscheidungen selbst treffen und ihren Handelsprozess langfristig verbessern möchten.
Heute steht der EagleEye-Marktscanner für genau die Art von Trading, die ich selbst seit Jahren praktiziere: klar, strukturiert, regelbasiert, nachvollziehbar und ehrlich.
Entstanden ist er nicht am Schreibtisch einer Softwarefirma, sondern aus der täglichen Praxis eines Traders – zunächst für mich selbst, dann für meine Familie und schließlich für eine kleine Zahl von Menschen, die Trading nicht als Glücksspiel, sondern als ernsthaftes Handwerk verstehen möchten.

